PLANICA,SLOVENIA,26.MAR.22 - NORDIC SKIING, SKI JUMPING, SKI FLYING - FIS World Cup, team event. Image shows the rejoicing of Stefan Kraft (AUT). Photo: GEPA pictures/ Matic Klansek

Eine verückte Saison ist zu Ende!

Was war das bitte für eine Saison für mich? Ich weiß gar nicht, wo ich überhaupt mit meinen Erzählungen beginnen soll. Ich hatte in den letzten Monaten immer wieder Auf und Abs, aber am Ende ist dann doch vieles aufgegangen und ich darf mich über wirklich coole Erlebnisse und eine tolle Saison freuen. Und das möchte ich jetzt nochmal mit euch gemeinsam Revue passieren lassen. :)

Besonders die erste Saisonhälfte war ein Auf und Ab der Gefühle für mich. Im Sommer hatte ich immer wieder mit kleineren Verletzungen zu kämpfen und anschließend scheiterte ich noch in der aller ersten Qualifikation des Winters. Wenig später folgte aber schon der erste Teamsieg und mein erster Einzelsieg der Saison, was richtig cool war. Leider hatte ich bei der Tournee meine schlechteste und inkonstanteste Phase, umso besser hat mir meine kleine Weltcuppause im Anschluss gutgetan. Und als ich dann im Februar mit den Jungs bei Olympia Teamgold gewonnen habe, hat das dann wirklich für alles entschädigt. Ein richtig cooler Moment, den ich noch genau in Erinnerung habe!

Ab der Goldmedaille hat sich dann aber vieles zum Positiven verändert, ich habe meine Form wieder und und es ging eigentlich stetig bergauf. Direkt nach den Spielen ging es in Lahti mit dem nächsten Einzel- und Teamsieg genauso genial weiter! Anschließend stand in Norwegen die Raw Air Tour auf dem Programm. In Lillehammer gelang mir ein weiterer Sieg und in Oslo konnte ich im Einzel und mit dem Mixed-Team aufs Podest springen und durfte dann über meinen zweiten Raw Air Sieg jubeln – eine riesen Freude!

Dann ging es auf zum Skifliegen – gleich drei Wochenenden hintereinander, für mich ein absoluter Traum. 😀 Das erste Highlight war gleich die Skiflug-WM in Vikersund. Beim Skifliegen geht mir sowieso immer das Herz auf und auf meiner Weltrekordschanze dann gleich noch ein bisserl mehr! Auch wenn mein Risiko im letzten Flug nicht belohnt wurde, freue mich trotzdem sehr über die weiten Flüge und die Bronzemedaille. Allerdings ist es schade, dass es mit dem Team ganz knapp nicht gereicht hat… Mit einigen coolen Flügen und Podestplätzen, perfektem Wetter und einer genialen Stimmung waren die letzten beiden Wochenenden in Oberstdorf und Planica ein perfekter Saisonabschluss und der dritte Platz im Skiflug-Weltcup rundete alles noch perfekt ab. Es war einfach mega cool, auf den größten Schanzen der Welt noch einmal richtig eine Show abzuliefern und einige Flugkilometer zu sammeln 😉

Nach der ersten Saisonhälfte war das echt nicht mehr so zu erwarten gewesen, aber es war wieder einmal – trotz all der schwierigen Phasen – eine unglaublich erfolgreiche Saison für mich! Das viele Training hat sich absolut gelohnt und ich bin wirklich dankbar, dass ich das alles erleben durfte. Ebenso hat es mich richtig gefreut endlich wieder vor so vielen Zuschauern zu springen und die coole Atmosphäre bei den Wettkämpfen aufsaugen zu können.

In diesem Sinne möchte ich mich nochmals bei all meinen Unterstützern bedanken und freue mich schon sehr auf den Frühling und Sommer. Für mich geht es in den nächsten Tagen zum Skifahren, zur Leonidas-Gala und dann in den Urlaub!

Alles Gute und wir lesen und sicher bald wieder! 😉

Krafti :)

BEIJING,CHINA,15.FEB.22 - OLYMPICS - Winter Olympic Games Beijing 2022. Image shows Daniel Huber, Jan Hoerl, Stefan Kraft and Manuel Fettner (AUT). Photo: GEPA pictures/ OEOC - ATTENTION - FREE OF CHARGE FOR EDITORIAL USE

Olympiasieger!

Ich bin seit dieser Woche wieder aus Peking zurück und kann euch sagen, dass es richtig cool war. Im letzten Bewerb noch die Goldene zu gewinnen, war die Erfüllung eines Kindheitstraumes und deshalb etwas ganz Besonderes für mich! Aber der Reihe nach. :)

In den Wochen vor den Olympischen Spielen habe ich intensiv trainiert und mit meinem Individualcoach Patrick genau geplant, wie wir die Tage bis zu den Spielen verbringen um sportlich wieder in Schlagdistanz zur Spitze zu kommen. Nach einigen guten Sprüngen wuchs auch mein Selbstvertrauen wieder und ich freute mich irrsinnig auf das Abenteuer Olympische Spiele.

Dort war es auch dann auch ein bisschen ein Auf und Ab der Gefühle. Die Schanzenanlage in China ist mega cool gelungen und ich konnte mich Anfangs gleich ganz gut damit anfreunden. In den Trainings ging es recht gut und teilweise auch ziemlich weit – die Formkurve zeigte jedenfalls nach oben. In den beiden Einzelbewerben war ich mit den Plätzen 10 und 13 in Schlagdistanz zur Spitze, konnte aber leider nicht meine allerbesten Sprünge zeigen. Der Mixed Bewerb war für das ganze Team dann leider etwas bitter, aber im Skisprungsport geht es oft um Nuancen, wo man sich am Limit bewegen muss, um vorne dabei zu sein – diesmal waren wir leider nicht vom Glück verfolgt.

Nach den ersten drei Bewerben lag dann der Fokus schon auf dem Teambewerb, der mir schon immer sehr getaugt hat. Ich habe mich schon riesig auf das Team-Event gefreut und gewusst, da gibt es eine Chance etwas mit nach Hause zu nehmen.

Dass dann wirklich alles zusammengepasst hat und wir Gold gewinnen konnten, ist natürlich einfach nur wunderschön!  Meine ersten Gedanken waren: „Wahnsinn ist das jetzt wirklich passiert? Wir sind echt Olympiasieger!“ Ich fühlte einfach eine unglaubliche Dankbarkeit, diesen Moment im Auslauf erleben zu dürfen. Eine Teammedaille, besonders aus Gold, ist für mich emotionaler, als ein Einzelerfolg. Jeder freut sich einfach noch mehr und das ganze Team ist in Feierlaune und überglücklich! Dementsprechend war auch die Siegesfeier. Wir haben gesungen, die Stimmung war einfach ausgelassen und wir haben die Goldene g’scheit gefeiert 😉

Dann war es natürlich sehr schön, wieder nach Hause zu kommen und das genieße ich jetzt gerade. Ich darf alle meine Lieben wieder umarmen und fest an mich drücken. Sie alle haben in den Wochen vor Olympia zurückstecken und einiges mittragen müssen, da ich die Kontakte wirklich aufs geringste reduziert hatte, um kein Risiko einzugehen. Und über ein Schnitzel von daheim habe ich mich auch schon gefreut. :)

Viel Zeit zum Feiern bleibt aber nicht, da die Saison bald weitergeht. Der restliche Weltcup-Plan ist noch sehr straff und wir sind dann gleich wieder drei Wochen durchgehend unterwegs. Und dann kommt noch das Skifliegen zum Saisonende. Ich hoffe, dass ich meine Formkurve halten kann und noch ein paar weite Flüge zeigen darf. Eventuell können wir ja auch bei der Skiflug WM noch ein Wörtchen mitreden.

Bis bald,

Krafti :)

neu11

Die Auf und Abs meiner Saison

Mittlerweile ist es doch schon wieder ein Weilchen her, seitdem ich mich das letzte Mal bei euch gemeldet habe. Die letzten Tage habe ich genutzt, um meinen Kopf wieder etwas frei zu bekommen und Abstand zum Weltcup zu nehmen. Deswegen habe ich gedacht, dass nun ein guter Zeitpunkt ist, euch auf den neusten Stand zu bringen. :)

Beginnen wir aber am Anfang des Jahres. Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, ist die Vierschanzentournee für mich nicht nach Wunsch verlaufen. Deshalb denke ich eher mit gemischten Gefühlen daran zurück. Die Platzierungen waren nicht so gut und vor allem war es ärgerlich, dass es bei meinen Sprüngen an Stabilität, Selbstvertrauen und Selbstverständlichkeit gemangelt hat. Auch dass dann doch kein Publikum in Innsbruck und Bischofshofen zugelassen werden konnte, war extrem schade, da ich die tolle Atmosphäre und die Fans schon sehr vermisse.

Dahingegen ist es für meine Teamkollegen bei der Tournee glücklicherweise deutlich besser gelaufen. Michi ist nach seiner Bandscheiben-Operation gleich mit einem Top10-Platz in den Weltcup zurückgekehrt und Daniel hat sein erstes Weltcup-Springen gewonnen! Da ich weiß, wie hart die beiden daran gearbeitet haben, freue ich mich wirklich sehr mit ihnen. :)

Nach der Vierschanzentournee und dem zusätzlichen Heimspringen in Bischofshofen habe ich gemeinsam mit meinen Coaches entschieden eine kleine Weltcup-Pause einzulegen und die Bausteine, die mir durcheinandergekommen sind, wieder zu ordnen. Im Moment bin ich fleißig am Trainieren, gemeinsam mit Michi in der Ramsau und auch in Bischofshofen. Neben den vielen Sprüngen stehen auch viel Gespräche auf dem Programm, um wieder in die richtige Spur zu finden. Dadurch habe ich den Kopf schon wirklich frei bekommen und auch die Sicherheit in meinen Sprüngen nimmt immer mehr zu.

Ich freue mich jetzt schon richtig dieses Wochenende in Titisee-Neustadt wieder in den Weltcup einzusteigen. Wir haben in den letzten zwei Wochen an den richtigen Schrauben gedreht und daher bin ich zuversichtlich, dass auch alles gut klappen wird.

Und danach gibt es nur noch ein weiteres Wochenende bevor die Olympischen Spiele losgehen. Darauf bin ich ebenso schon richtig gespannt, auch wenn es natürlich ganz anders sein wird als das letzte Mal. Dennoch bin ich schon voller Vorfreude, da Olympia immer etwas Besonderes ist und ich bin wirklich glücklich dabei sein zu dürfen.

Das waren meine wichtigsten Gedanken zu den letzten paar Tagen seit der Tournee. Wie gesagt, freue ich mich schon sehr über meine Rückkehr in den Weltcup und hoffe sehr, dass ihr mir auch weiterhin die Daumen drückt.

Euer Krafti :)

WISLA,POLAND,05.DEC.21 - NORDIC SKIING, SKI JUMPING - FIS World Cup, large hill, men. Image shows the rejoicing of Stefan Kraft(AUT). Photo: GEPA pictures/ Wrofoto/ Piotr Hawalej - ATTENTION - NO USAGE RIGHTS FOR POLISH CLIENTS

Der erste Saisonabschnitt ist geschafft!

Weihnachten steht vor der Türe und das bedeutet einerseits, dass ich die ersten Wettkämpfe der Saison bereits erledigt habe und andererseits natürlich, dass die Vierschanzentournee immer näher rückt. Aber alles der Reihe nach. :)

Den ersten Saisonteil mit den Springen in Nizhny Tagil, Ruka, Wisla, Klingenthal und Engelberg habe ich jetzt mit einigen Ups und Downs erledigt. Besonders am Anfang der Saison ist es schwierig, da man nicht weiß, wo man steht und die ersten Wettkämpfe sind immer ein erstes Abtasten mit der Konkurrenz. Und für mich war in den letzten Wochen wirklich alles dabei, von Podestplätzen und Siegen bis hin zur verpassten Qualifikation. Insgesamt bin ich aber doch sehr zufrieden, da ich ja eine durchwachsene Sommervorbereitung mit einem angebrochenen Zehen sowie angerissenen Bändern im Knöchel hatte und nicht immer nach Wunsch trainieren konnte. Umso mehr habe ich mich über die Stockerlplätze, den Teamsieg und ganz besonders den Sieg im Einzel gefreut. Die ersten Bewerbe haben mir gezeigt, dass ich auf jeden Fall vorne mitspringen kann und auf einem guten Weg bin.

Jetzt freue ich mich aber schon auf sehr auf die Weihnachtszeit und ein paar ruhige Tage zu Hause, bevor der Tourneetrubel losgeht. Ich werde versuchen so gut wie möglich abzuschalten, mir daheim ein paar gemütliche Tage machen und ganz entspannt im engsten Kreis feiern.  Und ein paar Kekse dürfen es dann auch sein. 😉

Und nach Weihnachten ist dann bekanntlich vor der Tournee. Auf das erste Saisonhighlight freue ich mich jetzt schon richtig. Die Tournee ist immer etwas besonderes und die spezielle Stimmung ist kaum in Worte zu fassen. Besonders cool ist es auch, dass zumindest ein paar Zuschauer in Innsbruck und Bischofshofen zugelassen sind. Und dann stehen ja noch zwei Heimweltcups in Bischofshofen auf dem Programm. Wenn ich nur daran denke, kribbelt es in mir schon richtig. Das werden sicher zwei richtig coole Wochen.

Ich hoffe, dass ihr mir dann alle fest die Daumen drückt und vor dem Fernseher oder vielleicht sogar vor Ort dabei seid. In diesem Sinne möchte ich euch allen eine schöne Weihnachtszeit, einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Gesundheit wünschen. So, und ich gehe jetzt noch schnell meinen Weihnachtsbaum aufstellen. 😉

Euer Krafti :)

 

Krafti am Bergisel

Jetzt geht’s los!

Der Winter steht vor der Tür und damit endlich auch die neue Saison, auf die ich mich schon lange freue! :)

Im Frühling habe ich mein Trainingskonzept komplett neu aufgestellt und weiter mein körperliches Befinden in den Mittelpunkt gerückt. Ich habe mit einigen Spezialisten an dem Prozess gearbeitet und habe in diesem Bereich eine schmerzfreiere Vorbereitung, wie in den letzten zwei Jahren, machen können. Mit einer angebrochenen Zehe und angerissenen Bändern im Knöchel gab es aber dann doch einige andere Wehwehchen, die die Vorbereitung im Sommer nicht unbedingt ganz reibungslos ablaufen ließen.

Aktuell fühle ich mich ganz gut, muss aber einfach schauen, wie sich die nächsten Wochen sportlich und körperlich entwickeln werden. Es fehlen im Sommer ja doch komplett die Vergleiche mit anderen Nationen.

Neben den sportlichen Vorbereitungen, zum Beispiel den Österreichischen Meisterschaften, standen in den letzten Wochen auch zahlreiche Medientermine am Programm. Und die Enthüllung meiner Wachsfigur bei Madame Tussauds war eine ganz spezielle Geschichte. Bei den Österreichischen Meisterschaften war es wieder einmal toll Wettkampfatmosphäre zu spüren und mit Platz 4 und 3 war ich recht zufrieden

Und jetzt geht es endlich mit dem Weltcup richtig los. Ich freue mich schon sehr auf das erste Springen in Nizhny Tagil – auch wenn es immer eine weite Anreise nach Russland ist.  In dieser Saison stehen wieder viele Highlights am Programm: Vierschanzentournee, Olympische Spiele, Skiflug-WM und natürlich auch einige Heimspringen. Hoffentlich können dann wieder ein paar Fans vor Ort mit dabei sein, da die großartige Stimmung schon fehlt.

Ich bin voll motiviert und bereit für die neue Saison. Ich hoffe ihr drückt mir auch weiterhin die Daumen und seid vor dem Fernseher mit dabei. :)

Euer Krafti 😉

 

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Meine eigene Wachsfigur bei Madame Tussauds!

Nach langem Warten war es am 4. Oktober endlich soweit. Ich durfte meine eigene Wachsfigur bei Madame Tussauds in Wien enthüllen und das als weltweit erster Skispringer überhaupt! Das war ein richtig cooles Gefühl und macht mich echt stolz, besonders weil ich weiß, dass sich in den letzten Jahren extrem viele Besucher von Madame Tussauds eine Figur von mir gewünscht haben. Und es ist einfach eine wahnsinnige Ehre plötzlich selbst neben so vielen bekannten Persönlichkeiten zu stehen. Der Tag der Enthüllung war speziell, vor allem, als ich den ersten Blick auf meinen „Doppelgänger“ werfen durfte – sie haben ihn schon ganz gut getroffen mit meinem ganz konzentrierten Blick am Balken. :) Besonders gefreut hat mich, dass mein langjähriger Coach und Begleiter Patrick eine so tolle und schöne Laudatio gehalten hat und viele unserer gemeinsamen Momente – Höhen wie Tiefen – der letzten Jahre erzählt hat. :)

 

Nicht nur die Enthüllung war ein tolles Erlebnis, sondern es war auch richtig interessant den ganzen Ablauf im Hintergrund mitzuerleben. Schon im Dezember 2019 haben wir mit der Vermessung begonnen, die drei Stunden gedauert hat. Es wurden hunderte Fotos und Messungen von mir gemacht, damit die Wachsfigur so realistisch wie möglich wird. Das Schwierigste für mich war dabei, meinen konzentrierten Blick beizubehalten, eigentlich lache ich ja doch sehr gerne 😉 Auch meine Augen und Haare wurden ganz genau „abgenommen“ – die Dame hatte unzählige verschiedene braune Glasaugen und braune „Haarbüschel“ dabei, um auch wirklich die richtigen auszusuchen! Außerdem habe ich meine Sprungausrüstung bestehend aus Anzug, Helm, Handschuhen, gelbem Trikot und Ski zur Verfügung gestellt. Es ist fast nicht zu glauben, wie gut und vor allem realistisch meine Wachsfigur geworden ist. Und auch die Bergisel-Kulisse schaut richtig cool aus. Trotzdem war es dann fast schon ein bisschen schräg, als ich mich das erste Mal neben meinem „Zwilling“ auf den Balken hingesetzt habe.

 

Das Warten bis zur Enthüllung hat sich also definitiv gelohnt und ich war sicher nicht das letzte Mal bei einem „Doppelgänger“ bei Madame Tussauds in Wien zu Besuch!

Jetzt gilt der Fokus natürlich schon ganz dem kommenden Winter, es sind ja nur noch ein paar Wochen… Kommendes Wochenende stehen in Stams und am Bergisel die Österreichischen Meisterschaften auf dem Programm, da freue ich mich schon drauf!

 

Bis bald an der Schanze

Krafti :)

Gemeinsame Wanderung mit sportbegeisterten Kindern - Hiking with some sports enthusiastic kids

„Familientreffen“ beim JumpandReach for friends

Im Sommer war es endlich wieder soweit. Das alljährliche JumpandReach for friends in Seefeld stand auf dem Programm. Mit der gesamten JumpandReach Familie zusammen zu kommen und gemeinsam etwas zu unternehmen, ist immer richtig cool. :)

Die Wanderung am ersten Tag war richtig lässig. Es ging mit vielen sportbegeisterten Kids auf die Hocheggalm. Das Wetter war perfekt und die Freude der Kinder war ebenso richtig ansteckend. Besonders beim Spikeball und Frisbee wurde die Energie der Kids sichtbar. Es ist immer schön, wenn man all die neugierigen Fragen beantworten und den Jungen etwas zurückgeben kann. Und die Jause und der Kaiserschmarrn auf der Alm waren natürlich auch ein Highlight. 😉

Am Abend ging es dann schon mit einer Medaillenfeier und feierlichem Dinner im kleinen Rahmen weiter. Insgesamt acht Medaillen hat die JumpandReach Familie von der WM in Oberstdorf mitgebracht! Ich bin natürlich stolz, dass ich mit meinem Gold, Silber und Bronze gleich drei Medaillen beisteuern konnte, aber ich freue mich auch extrem mit Michi, Chiara und Jo über ihre tollen Erfolge. Nach dieser außergewöhnlichen und sehr speziellen Saison mit einigen Höhen und Tiefen war dieses familiäre Zusammenkommen umso schöner. Gestärkt wurde der Teamgeist dann noch durch Workshops am letzten Tag.

Das JumpandReach for friends war wie immer eine Reise wert. Die drei Tage sind durch die super Atmosphäre echt schnell vergangen und ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen mit allen. Nun bin ich aber schon Mitten in den Vorbereitungen auf die Olympiasaison und das natürlich mit voller Motivation! :)

 

Wir hören uns bald wieder

Euer Krafti

krafti

Nach der Saison ist vor der (Olympia-) Saison

Die vergangene Saison ist schon wieder seit ein paar Tagen Geschichte und nach ein paar ruhigeren (Urlaubs-) Tagen daheim, hat für mich langsam aber sicher wieder das Training und somit die Vorbereitung begonnen. Das eine oder andere Training mit dem Team habe ich schon wieder in den Beinen, die Stimmung im Team ist cool und wir sind fleißig beim Schwitzen für die kommende Saison, die neben Olympischen Spielen auch 3(!!!) Heimspringen für uns parat hat auf die wir uns alle natürlich richtig freuen.

Neben den Stützpunkttrainings mit den Kollegen, stand eben auch der Wings for Life Run am Plan und am 09. Mai (Muttertag) war ich im JumpandReach family Team mittendrin statt nur dabei – wenn auch nur als Begleiter meiner Mama, weil mein Zeh mir ein wenig einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Langsam aber sicher wird das aber auch wieder besser 😉

Bevor es jetzt dann Mitte Juni mit dem ersten Trainingskurs (Faak) wieder losgeht, stand heute noch ein cooler Tag mit den Kids auf dem Programm. Ich bin seit vielen Jahren gerne und so oft es geht bei Projekten dabei, die Kinder in Bewegung bringen, und das heutige „Kids Camp“ hat viel viel Spaß gemacht und ich hoffe, ich haben den Stars von morgen den einen oder anderen Tipp geben können 😉

… und an dieser Stelle noch einmal Danke für eure zahlreichen Geburtstagswünsche 😉

Wir sehen uns,
euer Krafti.

SALZBURG,AUSTRIA,30.MAR.21-WINTERSPORTS - Jump and Reach, photo shoot. Image shows Stefan Kraft (AUT).  keywords: medal. Photo: GEPA pictures/ Jasmin Walter

Bye Bye Saison 20/21 👋

Auf und ab und auf und ab… so in etwa hat sich diese Saison für mich angefühlt 😉 Nein Spaß beiseite, es war die erwartet herausfordernde und schwierige Saison für mich. Gleich zu Beginn hat Corona ordentlich dazwischengefunkt, dann hat mein Rücken sich in regelmäßigen Abständen gemeldet und so ist das Eine oder Andere zusammengekommen, das ein „in den Rhythmus kommen“ kaum möglich gemacht hat. Die Vorbereitung war mit sehr wenigen Sprüngen auch nicht ideal und so waren die Vorzeichen für die Saison einfach ungewiss.

Und so war ich von Woche zu Woche eben wie eine Art „Wundertüte“ im Weltcupzirkus unterwegs. Von Platz 32 zum Saisonstart in Wisla, dem Abbruch der Skiflug WM in Planica bis hin zum Weltmeistertitel und drei Medaillen in Oberstdorf war alles dabei. Ich habe viel auf meinen Körper gehört und habe diese Balance zwischen Wettkampf und Regeneration in den Mittelpunkt gestellt.

Am Ende darf ich auf eine richtig coole Saison mit drei Medaillen und dem einen oder anderen coolen Resultat und Sprung zurückblicken und unterm Strich kann ich wirklich zufrieden sein. Neben meinen individuellen Vorzeichen und Herausforderungen war es für die gesamte Skisprungfamily eine spezielle Saison und es ist kein Geheimnis, dass uns die Fans schon richtig gefehlt haben. Das ist mitunter auch einer meiner größten Wünsche im Hinblick aufs Skispringen, dass wir im nächsten Jahr wieder vor vollen Rängen, tobenden Fans und rot-weiß-roten Fahnen wettkämpfen können.

Bis dahin wünsche ich euch einen guten Start in den Frühling bzw. Sommer, danke für euren Support daheim vor den Bildschirmen während der ganzen Saison,
bleibt’s gesund und wir lesen/hören uns wieder,

Krafti.

OBERSTDORF,GERMANY,06.MAR.21 - NORDIC SKIING, SKI JUMPING - FIS Nordic World Ski Championships, team event, large hill, men, award ceremony. Image shows Stefan Kraft (AUT). Keywords: medal. Photo: GEPA pictures/ Christian Walgram

Danke Oberstdorf!!

Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich nach der WM mit 3 Medaillen nach Hause fahre, dann hätte ich das wohl nur ganz ganz schwer bis gar nicht glauben können. Meine persönliche Vorgeschichte rund um meine Rückenprobleme, Corona usw. hat einfach nicht gerade dazu beigetragen, dass ich mir viel ausrechnen hätte dürfen.

Jetzt stehe ich mit 3 Medaillen da und bin einfach nur sprachlos und überglücklich. Gold im Einzel, Bronze im Mixed Team und zum Abschluss noch eine Silberne mit den Teamkollegen. Es hätte für mich ganz einfach nicht besser laufen können. Nach der Tournee habe ich alles auf die WM hin ausgerichtet – dass das dann so aufgeht ist natürlich wunderschön und ich bin auch einfach nur happy, dass mein Rücken gehalten hat. Das war natürlich die wichtigste Komponente.

Ich fahre jetzt mit vielen vielen schönen Erinnerungen von Oberstdorf nach Hause und freue mich dort auf ein paar ruhigere Tage. Oberstdorf war trotz der vielen schwierigen Vorzeichen ein absolutes Highlight und der Veranstalter hat alles rausgeholt, was nur irgendwie möglich war und wir dürfen schon froh sein, dass wir diese WM so überhaupt haben konnten – DANKE dafür!

Nach der WM ist vor Planica und es fühlt sich irgendwie wie eine Art Weihnachtsgeschenk an, dass wir zum Saisonabschluss jetzt noch einmal fünf Tage Skifliegen dürfen. Ich freue mich riesig auf diesen Abschluss und werde das noch einmal in vollen Zügen genießen.

Bis dahin nochmal danke für eure coole Unterstützung und eure vielen vielen positiven Nachrichten und Glückwünsche,

Krafti.