WISLA,POLAND,22.NOV.20 - NORDIC SKIING, SKI JUMPING - FIS World Cup, large hill, men. Image shows Stefan Kraft (AUT). Photo: GEPA pictures/ Wrofoto/ Piotr Hawalej - ATTENTION - NO USAGE RIGHTS FOR POLISH CLIENTS

Körperliche Herausforderung und „Wundertüte“

Meine Untersuchungen gestern in Innsbruck waren wichtig, haben aber hinsichtlich meiner immer wieder einmal auftreten Rückenschmerzen keine neuen Erkenntnisse diesbezüglich gebracht. Medizinisch gesehen fehlt mir strukturell gesehen gar nichts und ich bin gesund. Es handelt sich einfach um eine Mischung aus einer kleinen Entzündung im Beckenbereich, um „Spannungen“ im Gesamten und dadurch um eine strukturelle Überlastung. Aus diesem Grund kann es ab und zu zu Reaktionen des Körpers kommen. Das wird auch diese Saison so bleiben.

Im Moment sendet mein Körper immer noch negative Signale und ich möchte das Risiko nicht eingehen, dass es sich im Moment noch weiter verschlechtert. Aus diesem Grund werde ich nicht mehr nach Planica zum Teambewerb reisen. Es ist für mich persönlich enttäuschend, weil ich meinem Team natürlich auch helfen will. Aber ich muss jetzt auf meine Gesundheit schauen und auf meinen Körper hören. Es nützt weder mir, noch der Mannschaft, wenn ich nach einem Durchgang vielleicht wieder Probleme habe und ich dann dastehe und dem Team ein Springer fehlt.

Ich werde jetzt zu Hause bleiben und arbeite bereits seit heute Vormittag an meiner körperlichen Herausforderung. Dafür habe ich heute Vormittag schon eine Therapieeinheit absolviert.  Somit ist das klare Ziel, alles dafür zu tun, um in Engelberg wieder mit einer stabileren, körperlichen Verfassung in den Weltcup einzusteigen.
Zum Schluss kann ich nur noch einmal mit Nachdruck darauf verweisen, was ich auch in den letzten Tagen versucht habe zu erklären: Nämlich, dass ich in dieser Saison eine „Wundertüte“ (eigentlich sehr gut drauf, aber leider manchmal plötzlich zum Zuschauen verdammt) bleiben werde und ich je nach Saisonverlauf schauen muss, wie mein Körper da mitspielt.

Diese körperliche Herausforderung ist einfach speziell und schwierig in den Griff zu bekommen. Der gestrige medizinische Check hat mich darin bestätigt, dass ich gut betreut bin und professionell mit meinem bestehenden Umfeld arbeite. Ich werde weiterhin versuchen konsequent an einer Verbesserung der Situation zu arbeiten.
Es wird nicht leicht bleiben und diese Thematik wird mich sicher noch einige Zeit (auch über die Saison hinaus) begleiten.

Ich habe jetzt versucht alles Wichtige zu vermitteln und bitte um Verständnis, dass ich mich in naher Zukunft mit Aussagen in diese Richtung zurückhalten werde.

Krafti.